Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
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Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Petra schrieb:
Die Bibel allein reicht also nicht.
Ukrainer, welcher Kirche gehörst Du an? Bist Du orthodox?
Die Bibel Plus Dreifaltigkeit. Ich gehaere zu griechisch-katholische (unierte) Kirche. Und darf nicht mit Orthodox kommunieren. Warum ? Ich glaube, diese Regeln brauch man aendern.

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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Ukrainer,
Eure byzantinische Liturgie ist wunderschön. Es war ein Bischof von den Unierten in meiner Pfarrei vor ein paar Jahren. Ich weiss nicht mehr genau, aber ich glaube, er kam sogar aus der Ukraine.
Er hat mit uns eine Eucharistie in Eurem Ritus gefeiert, wirklich sehr schön.
Soviel ich weiss, ist den Katholiken (Du bist ja auch einer) erlaubt, bei den Orthodoxen die Kommunion zu empfangen, weil die Orthodoxen das selbe Eucharistie-Verständnis haben.
Plus die Tradition und die Lehre.
Eure byzantinische Liturgie ist wunderschön. Es war ein Bischof von den Unierten in meiner Pfarrei vor ein paar Jahren. Ich weiss nicht mehr genau, aber ich glaube, er kam sogar aus der Ukraine.
Er hat mit uns eine Eucharistie in Eurem Ritus gefeiert, wirklich sehr schön.
Soviel ich weiss, ist den Katholiken (Du bist ja auch einer) erlaubt, bei den Orthodoxen die Kommunion zu empfangen, weil die Orthodoxen das selbe Eucharistie-Verständnis haben.
Die Bibel Plus Dreifaltigkeit
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Der Puritaner ist einer, der gerechte Entrüstung in die falschen Dinge fließen lässt.
Gilbert Keith Chesterton

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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Petra schrieb:Ukrainer,
Soviel ich weiss, ist den Katholiken (Du bist ja auch einer) erlaubt, bei den Orthodoxen die Kommunion zu empfangen, weil die Orthodoxen das selbe Eucharistie-Verständnis haben.
Die Bibel Plus Dreifaltigkeit
Plus die Tradition und die Lehre.
Orthodoxen glauben, dass Heilige Geist kommt nur von Gott-Vater und glauben nicht auf Mariahimmelfahrt, darum haben wir keine kommunionvereinigung.

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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Das ist mir neu, Ukrainer.
ich muss mich mal erkundigen, denn ich war bis jetzt davon überzeugt, dass es beim Kommunionempfang nur um das Eucharistie-verständnis geht.
Dass die Orthodoxen nicht an die leibliche Aufnahme Marines in den Himmel glauben, weiss ich.
Aber das hat eigentlich nix mit der Eucharistie zu tun. Deshalb wundert mich, das Du nicht zur Kommunion bei den Orthodoxen darfst.
ich muss mich mal erkundigen, denn ich war bis jetzt davon überzeugt, dass es beim Kommunionempfang nur um das Eucharistie-verständnis geht.
Dass die Orthodoxen nicht an die leibliche Aufnahme Marines in den Himmel glauben, weiss ich.
Aber das hat eigentlich nix mit der Eucharistie zu tun. Deshalb wundert mich, das Du nicht zur Kommunion bei den Orthodoxen darfst.
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Petra schrieb:
Du sprichst sehr gutes Deutsch, Ukrainer.
Danke, aber "sehr gutes" ist zuviel.
Gute Nacht !

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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Doch. Dein Deutsch ist sehr gut!
Ich kann kein einziges Wort in Ukrainisch.
Ein bisschen Polnisch, aber kein Ukrainisch.
Dobra Noc!
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Erst einmal herzlich willkommen, lieber Ukrainer! Schön, dass du zu uns ins Forum gefunden hast, und ich freue mich sehr auf deine Beiträge!
Meines Wissens dürfen wir Katholiken von uns her bei den Orthodoxen zur Kommunion und zur Beichte, wenn Lebensgefahr besteht oder sehr lange keine Möglichkeit zur Mitfeier katholischer Messen besteht - weiß jemand mehr als ich? Solange keine Kirchengemeinschaft besteht, sollte das aber nicht der Regelfall sein.
Aber so weit ich weiß, möchten oft die Orthodoxen nicht, dass wir zu ihnen kommen, eben wegen der genannten Lehrunterschiede und wegen der Differenzen in der Frage der Anerkennung des römischen Papstamtes. Gelegentlich schauen orthodoxe Christen auf Katholiken als auf Christen zweiter Klasse herab und auch offene Feindschaft ist nicht nur selten. Das ist natürlich zu respektieren. Dies klingt auch in diesem Buch an, zu dem ich eine Rezension geschrieben habe.
Du, lieber Urkainer, bist zuallererst in der katholischen Kirche zu Hause und solltest nicht voller Sehnsucht auf die Eucharistie der Orthodoxen schauen. Selbstverständlich darfst du von uns her an diesen vollgültigen Messfeiern teilnehmen. Außerdem darfst du geistliche Kommunion machen - oder möchten die Orthodoxen deiner Umgebung, dass du wie Ungläubige die Messe nach dem Wortgottesdienst verlässt?
Übrigens weiß ich aus meiner eigenen Pfarrei hier im Schwarzwald, dass wir orthodoxe Christen hier haben (nicht griechisch), die ihre Kinder bei uns katholisch taufen lassen und in unserer Kirche aufwachsen lassen, weil die nächste orthodoxe Gemeinde zu weit weg ist, um dort regelmäßig hinzufahren. Es ist selbstverständlich, dass das geht, von uns Katholiken her in beide Richtungen.
Meines Wissens dürfen wir Katholiken von uns her bei den Orthodoxen zur Kommunion und zur Beichte, wenn Lebensgefahr besteht oder sehr lange keine Möglichkeit zur Mitfeier katholischer Messen besteht - weiß jemand mehr als ich? Solange keine Kirchengemeinschaft besteht, sollte das aber nicht der Regelfall sein.
Aber so weit ich weiß, möchten oft die Orthodoxen nicht, dass wir zu ihnen kommen, eben wegen der genannten Lehrunterschiede und wegen der Differenzen in der Frage der Anerkennung des römischen Papstamtes. Gelegentlich schauen orthodoxe Christen auf Katholiken als auf Christen zweiter Klasse herab und auch offene Feindschaft ist nicht nur selten. Das ist natürlich zu respektieren. Dies klingt auch in diesem Buch an, zu dem ich eine Rezension geschrieben habe.
Du, lieber Urkainer, bist zuallererst in der katholischen Kirche zu Hause und solltest nicht voller Sehnsucht auf die Eucharistie der Orthodoxen schauen. Selbstverständlich darfst du von uns her an diesen vollgültigen Messfeiern teilnehmen. Außerdem darfst du geistliche Kommunion machen - oder möchten die Orthodoxen deiner Umgebung, dass du wie Ungläubige die Messe nach dem Wortgottesdienst verlässt?
Übrigens weiß ich aus meiner eigenen Pfarrei hier im Schwarzwald, dass wir orthodoxe Christen hier haben (nicht griechisch), die ihre Kinder bei uns katholisch taufen lassen und in unserer Kirche aufwachsen lassen, weil die nächste orthodoxe Gemeinde zu weit weg ist, um dort regelmäßig hinzufahren. Es ist selbstverständlich, dass das geht, von uns Katholiken her in beide Richtungen.
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
mysterium fidei schrieb:Erst einmal herzlich willkommen, lieber Ukrainer! Schön, dass du zu uns ins Forum gefunden hast, und ich freue mich sehr auf deine Beiträge
Hallo, mysterium fidei !
Ich lebe in Lembergsgebiet, hier ist keine Problem mit katholischen Gemeinschaften. Meistens griechisch-katholische, aber sind auch roemisch-katholische. Es gibt von Bruder von Kapuziener (RKK) Pjotr (Peter) “Die Schule des christlichen Lebens und der Evangelisation von heilige Maria aus Nazarett,der Mutter der Kirche “organisiert. Haben wir auch in Lemberg eine Filiale. Es gibt auch in Wien. In Deutschland, glaube, gibt es keine. Wann dort waerend Seminaren Eucharistie-Liturgie feiern, ist es erlaubt auch Orthodoksen in heilige Kommunion teilnehmen. Protestanten auch diese Schule machen, aber duerfen nicht in Kommunion teilnehmen. In Ukraine gibt es verschiedene Orthodokskirchen: Moskauer und Kyiwer Patriarchaten. KP ist nicht von anderen Orthodokskirchen anerkannt (Autokephalie ist proklamiert, aber nicht erkannt). Und Pjotr macht zwischen ihnen kein Unterschied.
Gelegentlich schauen orthodoxe Christen auf Katholiken als auf Christen zweiter Klasse herab und auch offene Feindschaft ist nicht nur selten. - Du hast recht. In uns besonders von Moskauerkirche. In andere - Es ist sogar so, das Moenche von Berg Afon wollen nicht mit Griechische (Elladiesche) Kirche kommunionieren (zu welche sie gehaeren !), weil Kirche hat grigorianiesche (neue) Kalender genohmen.!
Möchten die Orthodoxen deiner Umgebung, dass du wie Ungläubige die Messe nach dem Wortgottesdienst verlässt? - Ich glaube, nicht, weil sie Taufe von Katholiken erkennen. Aber ja, nach dem Wortgottesdienst Priester sagt (oder singt) diese Worte "Katechumene sollen gehen weg). Und in griechisch-katholische Kirche auch.
In der Schule war ich zweimall. Aber dort ist Zungenrede ... ich weis nicht, ob es ist gut ...
mysterium fidei, danke Dir fuer das Buch.
Tschuess.

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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Die Zungenrede ist unbedenklich, sofern die Unterordnung unter das kath. Lehramt eingehalten wird. Ich würde in jener Gemeinschaft also einfach diese Frage überprüfen. Es gibt viele Gemeinschaften mit Zungenrede, die auch von Rom vollständig anerkannt sind.
Nur wenn die Lehre über die Zungenrede zu einer Hinwendung zu protestantischen Gemeinschaften führt (das ist dann ja auch an anderen Punkten erkennbar, z.B. in der Frage der Autorität der Bibel), ist diese Lehre abzulehnen. Und natürlich ist die Zungenrede und die Geisttaufe nicht, wie manchmal in freikirchlichen Kreisen gelehrt wird, eine "Bedingung" für den Glauben.
Ich bin froh darüber, dass du ausreichend katholische Gemeinden in deiner Umgebung findest! Und ich finde es sehr schön, dass du den Kontakt zu unseren orthodoxen Geschwistern pflegst!
Ich habe übrigens Kontakt zu unierten Katholiken aus Indien und habe da (bisher einmal) einen syro-malabarischen Gottesdienst mitgefeiert. Diese Patres feiern bei uns sonst aber meist die römische Messe.
Nur wenn die Lehre über die Zungenrede zu einer Hinwendung zu protestantischen Gemeinschaften führt (das ist dann ja auch an anderen Punkten erkennbar, z.B. in der Frage der Autorität der Bibel), ist diese Lehre abzulehnen. Und natürlich ist die Zungenrede und die Geisttaufe nicht, wie manchmal in freikirchlichen Kreisen gelehrt wird, eine "Bedingung" für den Glauben.
Ich bin froh darüber, dass du ausreichend katholische Gemeinden in deiner Umgebung findest! Und ich finde es sehr schön, dass du den Kontakt zu unseren orthodoxen Geschwistern pflegst!
Ich habe übrigens Kontakt zu unierten Katholiken aus Indien und habe da (bisher einmal) einen syro-malabarischen Gottesdienst mitgefeiert. Diese Patres feiern bei uns sonst aber meist die römische Messe.
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Soviel ich weiß ist es bei einigen orthodoxen Gemeinden so, dass selbst Gläubige aus anderen orthodoxen Gemeinden nicht zur Kommunion zugelassen sind.
Meine Tante war sehr lange in Griechenland und meinte dort dürften oft nur die eigenen Pfarrangehörigen zur Kommunion oder Gläubige die vorher dem Pfarrer einen Ausweis ihrer Gemeinde vorgelegt haben.
Es kann also auch sein, dass es gar nicht am katholischen liegt sondern an dieser Sache.
Meine Tante war sehr lange in Griechenland und meinte dort dürften oft nur die eigenen Pfarrangehörigen zur Kommunion oder Gläubige die vorher dem Pfarrer einen Ausweis ihrer Gemeinde vorgelegt haben.
Es kann also auch sein, dass es gar nicht am katholischen liegt sondern an dieser Sache.
Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Philothea schrieb:Es kann also auch sein, dass es gar nicht am katholischen liegt sondern an dieser Sache.
So habe ich das auch mitbekommen.
Bevor keine Einheit zwischen Orthodoxen vorliegt kann man gar nicht daran denken dass sie zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche zu Stande kommen kann.
Auch wenn es sehr zu wuenschen waere und zu erbeten ist.
Zuletzt von Sorriso am So Sep 12, 2010 11:53 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Philothea schrieb:Soviel ich weiß ist es bei einigen orthodoxen Gemeinden so, dass selbst Gläubige aus anderen orthodoxen Gemeinden nicht zur Kommunion zugelassen sind.
Meine Tante war sehr lange in Griechenland und meinte dort dürften oft nur die eigenen Pfarrangehörigen zur Kommunion oder Gläubige die vorher dem Pfarrer einen Ausweis ihrer Gemeinde vorgelegt haben.
Es kann also auch sein, dass es gar nicht am katholischen liegt sondern an dieser Sache.
Ich glaube, dass nicht aus anderen orthodoxen Gemeinden , sondern aus einigen anderen orthodoxen Kirchen.
Z. B.:Die Armenische Apostolische Orthodoxe Kirche ist eine der ältesten „eigenberechtigten“ (sui juris) Kirchen und beansprucht apostolische Gründung. Der Überlieferung nach haben die Apostel Judas Thaddäus und Bartholomäus in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts in Armenien gepredigt, christliche Gemeinden gegründet und das Martyrium erlitten.
Das ist die erste ofiziele staatliche Kirche von 301.
Aber: Die Lehre des (Reichs-) Konzils von Chalcedon 451, an dem kein Bischof aus Armenien teilgenommen hatte, wurde von der Synode der Armenischen Apostolischen Kirche 506 abgelehnt. Aus diesem Grunde wird die Armenischen Apostolische Kirche (zusammen mit der Koptischen, Äthiopischen, Eritreischen, Syrisch-Orthodoxen und Malankarischen Kirche) zu den vorchalcedonischen Orientalisch-orthodoxen Kirchen oder Altorientalischen Kirchen gerechnet.
(Information aus Wikipedia)
Darum von kanonischen Orthodoxkirchen ist armenische nicht anerkannt.
Und andere Beispiel: Nicht-kanonische Ukrainische Kirche hat sich nicht aus theologischen, sondern aus politischen Gründen von der Kommunion mit dem ökumenischen Patriarchat getrennt. (Weil Russische Orthodokskirche will sie nicht Autokephalie schenken)

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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Das ist wirklich traurig.
Ich kenne die Armenische Apostolische Orthodoxe Kirche aus Mailand und schaetze sie sehr. Es gibt eine hoffnungsvolle Zusammenarbeit zwischen ihr und der katholischen Kirche.
Wir koennen viel von ihnen lernen.
Ich kenne die Armenische Apostolische Orthodoxe Kirche aus Mailand und schaetze sie sehr. Es gibt eine hoffnungsvolle Zusammenarbeit zwischen ihr und der katholischen Kirche.
Wir koennen viel von ihnen lernen.
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Sorriso schrieb:Das ist wirklich traurig.
Ich kenne die Armenische Apostolische Orthodoxe Kirche aus Mailand und schaetze sie sehr. Es gibt eine hoffnungsvolle Zusammenarbeit zwischen ihr und der katholischen Kirche.
Wir koennen viel von ihnen lernen.
Ich din einverstanden. Wir koennen viel von ihnen lernen.
Aber doch. Das Konzil von Chalkedon entschied den lange und erbittert geführten Streit um das Verhältnis zwischen der göttlichen und der menschlichen Natur in Jesus Christus. Gegen den Monophysitismus, auf der einen und den Nestorianismus auf der anderen Seite definierte es Christus als wahren Gott (Gott der Sohn als zweite Person der Dreifaltigkeit) und wahren Menschen zugleich, und zwar „unvermischt und ungetrennt“ (vgl. Menschwerdung Gottes). Die Trinität wurde zum Dogma. Armenisch-Apostolischen Kirche, im Gegensatz zur byzantinischen Orthodoxie und Katholizismus erkennt, dass es zwei Elemente in Christus: göttliche und menschliche Natur in einem.
Meine Meinung nach, diese theologische Nuancen sollen nicht uns trennen.
Orthodokse und Griechisch-katholische Kirche haben in Liturgietext kurze Gebet fuer Kirchenvereinigung.

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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
ukraЇner schrieb:
Orthodokse und Griechisch-katholische Kirche haben in Liturgietext kurze Gebet fuer Kirchenvereinigung.
Herrlich!
Und wir wissen, Gott erhoert Gebete.
Kannst Du es uns schreiben?
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Sorriso schrieb:ukraЇner schrieb:
Orthodokse und Griechisch-katholische Kirche haben in Liturgietext kurze Gebet fuer Kirchenvereinigung.
Herrlich!![]()
Und wir wissen, Gott erhoert Gebete.
Kannst Du es uns schreiben?
Zu Beginn der Liturgie des Wortes Frieden Litanei:
Deacon: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
Die Menschen auf der Einladung der einzelnen:
Herr, erbarme dich.
Für den Frieden von oben unserer Seelen, lasset uns beten zum Herrn.
Herr, ...
Für den Frieden auf der ganzen Welt, guter Zustand Heiligen Kirchen und mit der Einheit aller lasst uns beten zum Herrn
Herr, ...
Und weitere Gebete ...

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Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Ihr Lieben, weil wir nicht erst seit heute das eigentliche Thema "Katechese und Glaubensunterweisung" verlassen haben, werde ich ein paar Postings verschieben.
Ich weiss nur noch nicht wohin. Ich überlege noch ein bissl, aber vermutlich läuft es auf einen Thread über die unierten Kirchen bzw. die Probleme der Ökumene mit den Orthodoxen hinaus.
Ich weiss nur noch nicht wohin. Ich überlege noch ein bissl, aber vermutlich läuft es auf einen Thread über die unierten Kirchen bzw. die Probleme der Ökumene mit den Orthodoxen hinaus.
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Hmh hust räusper.
Also diese berühmte filioque versus "et filio" ist für mich eine theologischen Spitzfindigkeit die, wie leider so oft herhalten muss.
Es gibt aber was Orthodoxe und Katholiken angeht noch eine Reihe anderer Unterschiede.
Einer der Unterschiede ist, dass die Theologie eben im Jahre 1000 nChr stehengeblieben ist.
Das bedeutet die Orthodoxen kennen kein Maria Himmelfahrt, keine unbefleckte Empfängnis, keine Herz Jesu Verehrung und lehnen, wenn man die Sache recht betrachtet auch die Lehre vom Fegefeuer ab.
Davon abgesehen haben sie es natürlich nicht mit dem Papst in Rom und sind seit der Abschaffung des letzten (weltlichen) Herrschers in ihrem "Einflußbereich" leicht in der Bredouille.
Weil ihre Hierarchie (ähnlich wie die Anglikaner) im sogenannten Cäsaropaparismus bestand.
Wobei es auch da immer (genauso wie in der Highchurch in England) auch die Unterscheidung zwischen "wichtigstem Bischof" und eben König (wobei der letzte eben der russische Zar war) gibt.
Ach ja und eine Tabernakelfrömmigkeit haben sie auch nciht, also keine Fronleichnam und keine Anbetung (eben einfach , weil alles sofort in der Messe konsumiert wird).
Dafür ist die Verehrung, die den Ikonen entgegengebracht wird, für einen Katholiken (Indem wir das Bild ehren, ehren wir den, den es darstellt) streng genommen grenzwertig.
Zu allem Überfluß werden die Sakramente auch noch anders verstanden und gespendet (Taufe, Firmung, Erstkommunion erhält der Säugling bei der Taufe auf einmal. Ehescheidung ist erlaubt und die 2. Ehe wird ebenfalls sakramental (anders (viel weniger feierlich )als die erste ))vollzoigen.
Wie es mit so Dingen wie Krankenkommunion und Krankensalbung aussieht, das weiß ich nicht.
Ein weiterer Unterschied ist, dass bei den Orthodoxen (manchmal? immer?) keine Wandlungsworte gesprochen werden, sondern die Wandlung theologisch erfolgt bei der Herabrufung des Heiligen Geistes.
Neben der nicht mitgemachten Kalenderreform haben sie eine andere Theologie was Ostern angeht.
Deren Ostern wird einerseits anders berechnet und ist definitiv am Samstag (das habe ich mal versucht herauszufinden auch im Gespräch mit dem katholischen Priester der hier in der Gegend das katholisch.orthodoxe Zentrum leitet und diversen Orthodoxen in anderen Foren) aber um es mal doof auszudrücken Dogmatik oder auch einfache Erklärungen auf Fragen die mit "Warum..." anfangen ist offensichtlich nicht die Stärke der Orthodoxen.
Was die verschiedenen Orthodoxen angeht so sind ihre Unterschiede nicht theologischer Natur, sondern eben Relikte aus den Zeiten der Monarchie (jeder halbwegs wichtige Herrscher hat(te) seine eigenen Kirche.)
So wunder, wunderschön die orthodoxe Liturgie ist, aber die pure Tatsache, dass die Fachleute sich vor einem anständigen Gespräch "drücken" macht die Ökumene auch nicht wahrscheinlicher.
Was die Sache noch besonders pikant macht, es gibt einige uniert-katholische Heilige (finde den Namen nicht irgendwas mit A) , die von den Orthodoxen als Verräter angesehen werden.
Also diese berühmte filioque versus "et filio" ist für mich eine theologischen Spitzfindigkeit die, wie leider so oft herhalten muss.
Es gibt aber was Orthodoxe und Katholiken angeht noch eine Reihe anderer Unterschiede.
Einer der Unterschiede ist, dass die Theologie eben im Jahre 1000 nChr stehengeblieben ist.
Das bedeutet die Orthodoxen kennen kein Maria Himmelfahrt, keine unbefleckte Empfängnis, keine Herz Jesu Verehrung und lehnen, wenn man die Sache recht betrachtet auch die Lehre vom Fegefeuer ab.
Davon abgesehen haben sie es natürlich nicht mit dem Papst in Rom und sind seit der Abschaffung des letzten (weltlichen) Herrschers in ihrem "Einflußbereich" leicht in der Bredouille.
Weil ihre Hierarchie (ähnlich wie die Anglikaner) im sogenannten Cäsaropaparismus bestand.
Wobei es auch da immer (genauso wie in der Highchurch in England) auch die Unterscheidung zwischen "wichtigstem Bischof" und eben König (wobei der letzte eben der russische Zar war) gibt.
Ach ja und eine Tabernakelfrömmigkeit haben sie auch nciht, also keine Fronleichnam und keine Anbetung (eben einfach , weil alles sofort in der Messe konsumiert wird).
Dafür ist die Verehrung, die den Ikonen entgegengebracht wird, für einen Katholiken (Indem wir das Bild ehren, ehren wir den, den es darstellt) streng genommen grenzwertig.
Zu allem Überfluß werden die Sakramente auch noch anders verstanden und gespendet (Taufe, Firmung, Erstkommunion erhält der Säugling bei der Taufe auf einmal. Ehescheidung ist erlaubt und die 2. Ehe wird ebenfalls sakramental (anders (viel weniger feierlich )als die erste ))vollzoigen.
Wie es mit so Dingen wie Krankenkommunion und Krankensalbung aussieht, das weiß ich nicht.
Ein weiterer Unterschied ist, dass bei den Orthodoxen (manchmal? immer?) keine Wandlungsworte gesprochen werden, sondern die Wandlung theologisch erfolgt bei der Herabrufung des Heiligen Geistes.
Neben der nicht mitgemachten Kalenderreform haben sie eine andere Theologie was Ostern angeht.
Deren Ostern wird einerseits anders berechnet und ist definitiv am Samstag (das habe ich mal versucht herauszufinden auch im Gespräch mit dem katholischen Priester der hier in der Gegend das katholisch.orthodoxe Zentrum leitet und diversen Orthodoxen in anderen Foren) aber um es mal doof auszudrücken Dogmatik oder auch einfache Erklärungen auf Fragen die mit "Warum..." anfangen ist offensichtlich nicht die Stärke der Orthodoxen.
Was die verschiedenen Orthodoxen angeht so sind ihre Unterschiede nicht theologischer Natur, sondern eben Relikte aus den Zeiten der Monarchie (jeder halbwegs wichtige Herrscher hat(te) seine eigenen Kirche.)
So wunder, wunderschön die orthodoxe Liturgie ist, aber die pure Tatsache, dass die Fachleute sich vor einem anständigen Gespräch "drücken" macht die Ökumene auch nicht wahrscheinlicher.
Was die Sache noch besonders pikant macht, es gibt einige uniert-katholische Heilige (finde den Namen nicht irgendwas mit A) , die von den Orthodoxen als Verräter angesehen werden.

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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Danke, Ester, einige Dinge wusste ich wirklich nicht.
Von alldem ist, glaube ich, die Sache mit dem Kalender die schwierigste um eine Gemeinschaft zu erlangen, und irgendwo muss ich es auch gespeichert haben.
Ich werd mal suchen.
Von alldem ist, glaube ich, die Sache mit dem Kalender die schwierigste um eine Gemeinschaft zu erlangen, und irgendwo muss ich es auch gespeichert haben.
Ich werd mal suchen.
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
liebe Esther
die zweit Ehe wird "nur" gesegnet und ist kein Sakrament.
Auch mögen sie manches nicht als Dogma haben, so ist die Marienverherung wesentlich verbreiteter als bei uns.
Und wenn ich es richtig mitbekommen habe, hat einer der Patriarchen angeregt, das Osterfest gemeinsam zu feiern.
ich sehe dass sich da sehr viel tut - auch durch unseren Papst der sehr stark mit ihnen redet.
die zweit Ehe wird "nur" gesegnet und ist kein Sakrament.
Auch mögen sie manches nicht als Dogma haben, so ist die Marienverherung wesentlich verbreiteter als bei uns.
Und wenn ich es richtig mitbekommen habe, hat einer der Patriarchen angeregt, das Osterfest gemeinsam zu feiern.
ich sehe dass sich da sehr viel tut - auch durch unseren Papst der sehr stark mit ihnen redet.
Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
die zweit Ehe wird "nur" gesegnet und ist kein Sakrament.
Das ist auch mein Wissensstand.
Ich meine mich übrigens ebenfalls zu erinnern, dass der Papst den Orthodoxen angeboten hat, auf der Grundlage der Theologie des ersten Jahrtausends (also vor 1054, der Trennung), Gemeinschaft zu finden. Das heißt, würden Orthodoxe als ganze Gemeinschaft katholisch werden, dann wären sie nicht auf die Dogmatisierungen des zweitend Jahrtausends verpflichtet. Ich hoffe, dass ich das richtig verstanden habe - weiß jemand zufällig mehr?
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
mysterium fidei schrieb:
Ich meine mich übrigens ebenfalls zu erinnern, dass der Papst den Orthodoxen angeboten hat, auf der Grundlage der Theologie des ersten Jahrtausends (also vor 1054, der Trennung), Gemeinschaft zu finden. Das heißt, würden Orthodoxe als ganze Gemeinschaft katholisch werden, dann wären sie nicht auf die Dogmatisierungen des zweitend Jahrtausends verpflichtet. Ich hoffe, dass ich das richtig verstanden habe - weiß jemand zufällig mehr?
Hmm, ich weiss nicht auf welches Dokument Du Dich da beziehst, oder Rede, was auch immer.
Ich sehe dies aber mit sehr viel Schwierigkeiten verbunden, denn wie koennen sie katholisch werden ohne das Primat von Petrus anzuerkennen?
Vorgestern hat der Papst, zu Recht, nochmals wiederholt dass die Oekumene zu wuenschen ist, aber nur dann moeglich ist, wenn die katholische Lehre im Totalen erhalten bleibt.
Der Papst hat vorgeschlagen wenigstens das Osterdatum, welches einige Orthodoxen an einem anderen Datum feiern, auf ein gleiches zu stellen um sich langsam zu naehern.
Dies soll aber bei jenen Empoerung hervorgerufen haben, die von der Erscheinung des "Heiligen Feuers" ueberzeugt sind.
Ueber die Erscheinung dieses "Heiligen Feuers" kann man leider sehr wenig finden, und wenn, dann ist es ein Artikel der dagegen spricht.
Kennt sich da jemand besser aus?
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
mysterium fidei schrieb:die zweit Ehe wird "nur" gesegnet und ist kein Sakrament.
Das ist auch mein Wissensstand.
Ich meine mich übrigens ebenfalls zu erinnern, dass der Papst den Orthodoxen angeboten hat, auf der Grundlage der Theologie des ersten Jahrtausends (also vor 1054, der Trennung), Gemeinschaft zu finden. Das heißt, würden Orthodoxe als ganze Gemeinschaft katholisch werden, dann wären sie nicht auf die Dogmatisierungen des zweitend Jahrtausends verpflichtet. Ich hoffe, dass ich das richtig verstanden habe - weiß jemand zufällig mehr?
Hallo myfi
Wie sollte das gehen wenn ich fragen darf ??? Das würde ja bedeuten das sie nicht verpflichtet wären an die Dogmen zu glauben.
Da könnte man ja ebenso so gut auch die Dogmen abschaffen.
Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Sorriso schrieb:mysterium fidei schrieb:
Ich meine mich übrigens ebenfalls zu erinnern, dass der Papst den Orthodoxen angeboten hat, auf der Grundlage der Theologie des ersten Jahrtausends (also vor 1054, der Trennung), Gemeinschaft zu finden. Das heißt, würden Orthodoxe als ganze Gemeinschaft katholisch werden, dann wären sie nicht auf die Dogmatisierungen des zweitend Jahrtausends verpflichtet. Ich hoffe, dass ich das richtig verstanden habe - weiß jemand zufällig mehr?
Hmm, ich weiss nicht auf welches Dokument Du Dich da beziehst, oder Rede, was auch immer.
Ich sehe dies aber mit sehr viel Schwierigkeiten verbunden, denn wie koennen sie katholisch werden ohne das Primat von Petrus anzuerkennen?
Vorgestern hat der Papst, zu Recht, nochmals wiederholt dass die Oekumene zu wuenschen ist, aber nur dann moeglich ist, wenn die katholische Lehre im Totalen erhalten bleibt.
Der Papst hat vorgeschlagen wenigstens das Osterdatum, welches einige Orthodoxen an einem anderen Datum feiern, auf ein gleiches zu stellen um sich langsam zu naehern.
Dies soll aber bei jenen Empoerung hervorgerufen haben, die von der Erscheinung des "Heiligen Feuers" ueberzeugt sind.
Ueber die Erscheinung dieses "Heiligen Feuers" kann man leider sehr wenig finden, und wenn, dann ist es ein Artikel der dagegen spricht.
Kennt sich da jemand besser aus?
Hi Sorriso,
ich glaube der Streit um das Osterfest mit den orthodoxen Brüdern hat damit zu tun, dass die orthodoxen liturgischen Feste nachdem julianischen Kalender feiern, sie also die gregorianische Kalenderreform nicht anerkennen.
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Also das mit der Segnung der 2ten Ehe das stimmt, aber das bedeutet doch, dass an der Unauflöslich der Ehe nicht festgehalten wird.
Was nun die Patriarchen angeht, so spaltet sich die Orthodoxie in Nationalkirchen (oder wie man das nennen will). Und da gibt es solche uns solche.
Bei uns wird seit Jahrzehnten einmal im Jahr ein Gottesdienst nach der Liturgie der Heiligen Johannes Chrisosthomus gefeiert.
Da wird in der Liturgie immer der Papst, der Bischof und der ökumenischen Patriarch von Konstantinopel genannt (Name vergessen).
Als ich den Pfarrer mal fragte warum der von Konstantinopel und nicht der von Jerusalem oder Antiochien, bekam ich zur Antwort,d er von Konstantinopel stünde positiv zur Ökumene und die anderen eher nicht.
Das ist ja nett von dem Patriarch von Konstantinopel aber begründet nicht, warum der ins Hochgebet kommt und die anderen nicht.
Was nun den Papst angeht so meint er, man müsse von den Orthodoxen nicht mehr an Primat verlangen, als im ersten Jahrtausend üblich war.
Auch das finde ich problematisch, weil ja den Primat auszeichnet, dass er von Anfang an da war.
Persönlich finde ich problematisch, dass es die Orthodoxie eben nicht gibt.
Die russisch Orthodoxen haben eine Spaltung über die Frage wie (Fingerhaltung) man sich bekreuzigt und haben die, die sich nach Ansicht der Mehrheit verkehrt bekreuzigen, in die Verbannung geschickt.
Das ist zwar schon ein wenig länger her, aber der Streit ist immer noch nciht geklärt.
nach allem was ich von der Orthodoxie verstehe ist das eine eher pneumatische Angelegenheit, die was die konkrete Umsetzung im Volk angeht, Petra zumindest die Haare zu Berge stehen lassen würde.
Ich bin, was irgendwelche ökumenischen Erfolge angeht da schwer skeptisch. (sorry, aber ich habe noch nie herausgefunden, was die eigentlich glauben. wobei es da natürlich schwer beeindruckende Gestalten gibt, ohne Frage und man bei der Mehrheit der Orthodoxen bedenken muss, dass die seit Jahrhunderten unter Bedrängnis leben)
Was nun die Patriarchen angeht, so spaltet sich die Orthodoxie in Nationalkirchen (oder wie man das nennen will). Und da gibt es solche uns solche.
Bei uns wird seit Jahrzehnten einmal im Jahr ein Gottesdienst nach der Liturgie der Heiligen Johannes Chrisosthomus gefeiert.
Da wird in der Liturgie immer der Papst, der Bischof und der ökumenischen Patriarch von Konstantinopel genannt (Name vergessen).
Als ich den Pfarrer mal fragte warum der von Konstantinopel und nicht der von Jerusalem oder Antiochien, bekam ich zur Antwort,d er von Konstantinopel stünde positiv zur Ökumene und die anderen eher nicht.
Das ist ja nett von dem Patriarch von Konstantinopel aber begründet nicht, warum der ins Hochgebet kommt und die anderen nicht.
Was nun den Papst angeht so meint er, man müsse von den Orthodoxen nicht mehr an Primat verlangen, als im ersten Jahrtausend üblich war.
Auch das finde ich problematisch, weil ja den Primat auszeichnet, dass er von Anfang an da war.
Persönlich finde ich problematisch, dass es die Orthodoxie eben nicht gibt.
Die russisch Orthodoxen haben eine Spaltung über die Frage wie (Fingerhaltung) man sich bekreuzigt und haben die, die sich nach Ansicht der Mehrheit verkehrt bekreuzigen, in die Verbannung geschickt.
Das ist zwar schon ein wenig länger her, aber der Streit ist immer noch nciht geklärt.
nach allem was ich von der Orthodoxie verstehe ist das eine eher pneumatische Angelegenheit, die was die konkrete Umsetzung im Volk angeht, Petra zumindest die Haare zu Berge stehen lassen würde.
Ich bin, was irgendwelche ökumenischen Erfolge angeht da schwer skeptisch. (sorry, aber ich habe noch nie herausgefunden, was die eigentlich glauben. wobei es da natürlich schwer beeindruckende Gestalten gibt, ohne Frage und man bei der Mehrheit der Orthodoxen bedenken muss, dass die seit Jahrhunderten unter Bedrängnis leben)

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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Petra schrieb:Sorriso schrieb:mysterium fidei schrieb:
Ich meine mich übrigens ebenfalls zu erinnern, dass der Papst den Orthodoxen angeboten hat, auf der Grundlage der Theologie des ersten Jahrtausends (also vor 1054, der Trennung), Gemeinschaft zu finden. Das heißt, würden Orthodoxe als ganze Gemeinschaft katholisch werden, dann wären sie nicht auf die Dogmatisierungen des zweitend Jahrtausends verpflichtet. Ich hoffe, dass ich das richtig verstanden habe - weiß jemand zufällig mehr?
Hmm, ich weiss nicht auf welches Dokument Du Dich da beziehst, oder Rede, was auch immer.
Ich sehe dies aber mit sehr viel Schwierigkeiten verbunden, denn wie koennen sie katholisch werden ohne das Primat von Petrus anzuerkennen?
Vorgestern hat der Papst, zu Recht, nochmals wiederholt dass die Oekumene zu wuenschen ist, aber nur dann moeglich ist, wenn die katholische Lehre im Totalen erhalten bleibt.
Der Papst hat vorgeschlagen wenigstens das Osterdatum, welches einige Orthodoxen an einem anderen Datum feiern, auf ein gleiches zu stellen um sich langsam zu naehern.
Dies soll aber bei jenen Empoerung hervorgerufen haben, die von der Erscheinung des "Heiligen Feuers" ueberzeugt sind.
Ueber die Erscheinung dieses "Heiligen Feuers" kann man leider sehr wenig finden, und wenn, dann ist es ein Artikel der dagegen spricht.
Kennt sich da jemand besser aus?
Hi Sorriso,
ich glaube der Streit um das Osterfest mit den orthodoxen Brüdern hat damit zu tun, dass die orthodoxen liturgischen Feste nachdem julianischen Kalender feiern, sie also die gregorianische Kalenderreform nicht anerkennen.
Nein, denn dann wäre Ostern viel öfter gleicht. Unsere Berechnung ist erster Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.
Die gregorianische Kalenderreform lässt alle hundert Jahre das Schaltjahr ausfallen, deshalb "fallen" die Orthodoxen alle hundert Jahre um einen Tag zurück.

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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Ah, danke, Ester.
Das wusste ich nicht
Auch weil ich aufgrund meines zarten Alters noch nicht die Gelegenheit hatte, so ein ausgefallenenes Schaltjahr zu erleben.
Die gregorianische Kalenderreform lässt alle hundert Jahre das Schaltjahr ausfallen
Das wusste ich nicht
Auch weil ich aufgrund meines zarten Alters noch nicht die Gelegenheit hatte, so ein ausgefallenenes Schaltjahr zu erleben.
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Petra schrieb:
Auch weil ich aufgrund meines zarten Alters ...
Angeberin!
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Das ist zwar schon ein wenig länger her, aber der Streit ist immer noch nciht geklärt.
nach allem was ich von der Orthodoxie verstehe ist das eine eher pneumatische Angelegenheit, die was die konkrete Umsetzung im Volk angeht, Petra zumindest die Haare zu Berge stehen lassen würde.
Meinste mich?
Schiess los mit der pneumatischen Angelegenheit.

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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Petra schrieb:Ah, danke, Ester.
Die gregorianische Kalenderreform lässt alle hundert Jahre das Schaltjahr ausfallen
Das wusste ich nicht
Auch weil ich aufgrund meines zarten Alters noch nicht die Gelegenheit hatte, so ein ausgefallenenes Schaltjahr zu erleben.
Das stimmt, weil 2000 das Ausfallen ausgefallen ist, weil die exakte Regel lautet:
Normalerweise ist jedes durch 100 teilbare Jahr kein Schaltjahr, nur wenn es auch durch 400 Jahre teilbar ist, wird es wieder zum Schaltjahr - so auch im Jahr 2000.
Ich gehe jetzt mal auf kath.net und frage den orthodoxen katholischen Priester dort. Wir hatten die Diskussion schon mal, aber ohne Ergebnis

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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Petra schrieb:Das ist zwar schon ein wenig länger her, aber der Streit ist immer noch nciht geklärt.
nach allem was ich von der Orthodoxie verstehe ist das eine eher pneumatische Angelegenheit, die was die konkrete Umsetzung im Volk angeht, Petra zumindest die Haare zu Berge stehen lassen würde.
Meinste mich?
Schiess los mit der pneumatischen Angelegenheit.
Nun das mit der Pneumatik würde dir keine Schwierigkeiten machen, aber das fast magische Verständnis von Devotionalien, das würde dich doch wahnsinnig machen.
Wenn ich (um das mal in aller Freundschaft zu sagen) an deine Schwierigkeiten mit den katholische Gnadensammlern, den Sakapulier- Medaillen- und zusätzlich noch um den Hals gehängten Tränen-Rosenkranzträgern, sowoe den Fans des alten Ritus denke, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass du mit den Orthodoxen klarkommst.
Eine gute, sehr fromme Freundin, hat mir mal von der Beerdigung der orthodoxen Großmutter berichtet.
Da kommen diverse Gegenstände in den Sarg die man dem Petrus zeigen soll, damit der einen in Himmelreich lässt dann noch was für den Schutzengel und die Muttergottes und lauter so ein Zeug.
Das Heilige Feuer hängt mit dem Osterfesttermin zusammen, aber ich habe noch nie eine klare Antwort bekommen, ich geh fragen.
Zuletzt von Ester am So Sep 12, 2010 11:14 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Ester schrieb:
Ich gehe jetzt mal auf kath.net und frage den orthodoxen katholischen Priester dort. Wir hatten die Diskussion schon mal, aber ohne Ergebnis
Wenn Du schon fragst, dann erkundige Dich mal was es mit dem Datum des Heiligen Feuers auf sich hat.
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Oja, danke, Ester.
Ist schon interessant bis lustig, dass sogar Schaltjahre ein ökumenisches Streitthema sind.
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Nun das mit der Pneumatik würde dir keine Schwierigkeiten machen, aber das fast magische Verständnis von Devotionalien, das würde doch wahnsinnig machen.
Vermutlich ja.

Eine gute, sehr fromme Freundin, hat mir mal von der Beerdigung der orthodoxen Großmutter berichtet.
Da kommen diverse Gegenstände in den Sarg die man dem Petrus zeigen soll, damit der einen in Himmelreich lässt dann noch was für den Schutzengel und die Muttergottes und lauter so ein Zeug.
Ohne jetzt allzu OT werden zu wollen.
Das eine sind Zeichen der Volksfrömmigkeit, hier bei den orthodoxen. Mit manchen Auswüchsen habe ich wirklich so meine dicken Bauschmerzen, wenn Gegenständen beispielsweise eine "magische Kraft" zugestanden wird, also ein Taliman oder so.
Obwohl ich nicht leugnen kann, dass Du bei mir zuhause einige Ikonen, Heilgenbildchen, einen hebräischen Segen und eine Mezuzah finden wirst.

Das andere sind liturgische Zeichen oder Sakramentalien.
Von denen haben die Orthodoxen wohl noch reichlicher als wir Katholiken. Und die haben einen tieferen Sinn, weil sie einen direkten Bezug zu Gott haben, oder besser: quasi eine Brücke zwischen Gott und dem Menschen und dessen Leiblichkeit darstellen.
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Re: Annäherung zwischen Katholiken und Orthodoxie
Sorriso schrieb:Ester schrieb:
Ich gehe jetzt mal auf kath.net und frage den orthodoxen katholischen Priester dort. Wir hatten die Diskussion schon mal, aber ohne Ergebnis
Wenn Du schon fragst, dann erkundige Dich mal was es mit dem Datum des Heiligen Feuers auf sich hat.
![]()
HIER habe ich was ueber dieses heilige Feuer gefunden und woraus auch hervorgeht, dass dies immer am selben Freitag geschieht, jedes Jahr.
Ganz abgesehen vom Kalender, wie schon von Ester beschrieben, ist der Tag dieses Feuers fuer eine orthodoxe Minderheit sehr wichtig.
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